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Inhalt: EGTM

Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin
diverse Kursangebote



Das Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin (kurz: EGTM) bietet jedes Semester eine Großzahl an interessanten und abwechslungsreichen Kursen an.
Im folgenden soll dieses Angebot kurz dargstellt und erläutert werden.

 

"Lebens-Geschenke: Ethik der Transplantationsmedizin"

Blockseminar
max. Teilnehmerzahl: 25

 

Die Transplantationsmedizin gehört zu einem der in der jüngeren Zeit erfolgreichsten Gebiete der modernen Medizin. Einmal abgesehen von den wenig umstrittenen positiven Auswirkungen auf die Empfänger von Transplantaten, ist sie jedoch von Beginn an begleitet gewesen von intensiven ethischen und rechtlichen Diskussionen, die auch gegenwärtig noch andauern. Im Blockseminar werden wir uns diesen Debatten widmen. Wir werden zunächst die verschiedenen modernen Möglichkeiten der Transplantation kennen lernen und uns danach ausführlich mit verschiedenen ethisch interessanten Aspekten beschäftigen. Dazu gehören unter anderem das Hirntodkonzept, die Verteilung knapper Transplantate, die Lebendspende und der Organhandel. Um die Relevanz dieser verschiedenen Problembereiche für das ärztliche Handeln zu unterstreichen, werden zwischendurch immer wieder konkrete Fallbeispiele aus der klinischen Praxis besprochen.

 

"Ethik: Eine Naturgeschichte von Gut und Böse"

Seminar
max. Teilnehmerzahl: 25

Nach der Schöpfungsgeschichte der Bibel entstammt unser Wissen über Gut und Böse dem Sündenfall. Im Garten Eden verführte die Schlange Adam und Eva dazu, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Nachdem sie von der Frucht des Baumes gegessen hatten, wurden sie wie Gott: "Ihre Augen wurden aufgetan und sie wussten, was gut und böse ist." Dank der Erkenntnisse der Evolutionstheorie, der Kognitionspsychologie und der Neurobiologie können wir die wahre Entstehungsgeschichte von Gut und Böse heute weit zuverlässiger nachzeichnen. In diesem Seminar soll es denn auch darum gehen zu klären, was Ethik eigentlich ist, warum es sie überhaupt gibt und wie sie möglicherweise entstanden sein könnte.

 

"Just Health - einflussreiche Positionen zum Thema der gerechten Gesundheitspositionen"

Blockseminar
max. Teilnehmerzahl: 25

Wie eine gerechte Gesundheitsversorgung auszusehen hat, das ist eine Frage, die keine einfachen Lösungen in Aussicht stellt. Zahlreiche Autoren haben sich in neuerer Zeit mit dieser Thematik beschäftigt, und wir wollen im Seminar Ihre Gedanken prüfen. Norman Daniels hat wohl mit „Just Health - Meeting Health Needs Fairly“ das aktuellste Buch vorgelegt - er wird daher auch im Mittelpunkt stehen. Doch auch andere, wie Daniel Callahan oder Tristan Engelhardt haben wichtige Beiträge zu dieser Debatte geleistet. Eine Gegenüberstellung der verschiedenen Ansätze soll zum eigenen Nachdenken mit Blick auf den deutschen Kontext anregen.

 

"Medizingeschichte: NS-Medizin und die biologische Zukunft des Menschen. Historische und ethische Aspekte."

Blockseminar
max. Teilnehmerzahl: 25

Mehr als 60 Jahre sind seit dem Ende des Dritten Reiches vergangen, doch die Erinnerung an die großteils menschenverachtende Politik bleibt. Thema des Seminars sind die verschiedenen historischen und ethischen Aspekte der ‚NS-Medizin’. Daneben geht es auch um die Hintergründe und Wurzeln wie auch um die Auswirkungen auf die Zeit nach 1945. Ausgangspunkt ist die Frage, ob mit der Machtergreifung 1933 eine „neue“ Medizin auftauchte und ob diese mit Kriegsende 1945 verschwand. Themen des Seminars sind: (1) Körperentwürfe, Gesundheitsvorstellungen und medizinische Ideen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und deren Einfluss auf die Zeit nach 1933. (2) Aspekte der Medizin und medizinischen Forschung sowie deren politische Instrumentalisierung sind Schwerpunkte des Zeitraums von 1933 bis 1945. (3) Auswirkungen und Einflüsse der NS-Medizin auf die Medizin nach 1945, insbesondere auf die Humangenetik und medizinische Ethik. In Experimenten mit Menschen wurde die Antwort auf die Frage nach der biologischen Zukunft des Menschen gesucht. Dabei spielen auch Einflüsse von Ideen zur Neugestaltung von Leben und Kunst eine Rolle wie beispielsweise „Zurück zur Natur“ oder „Begehrte Körper“ als Konstruktion und Inszenierung des Körpers in den 1930er Jahren eine Rolle. Wei-terhin wurden in Utopien andere Möglichkeiten abgebildet.

 

"Ethische Fragen am Lebensende"

Blockseminar
max. Teilnehmerzahl: 25

Sterben und Tod werden in der heutigen (westlichen) Gesellschaft zugleich tabuisiert und skandalisiert. Tabuisiert, weil sich niemand gerne mit diesem Thema auseinander setzen möchte, geschweige denn, wenn es um das Ende des eigenen Lebens geht. Skandalisiert wird der Umgang mit dem Sterben mitunter in den Debatten um das Recht auf einen selbst bestimmten Tod oder wenn Sterbehilfe multimedial präsentiert wird. In der medizinischen Ethik stellen sich in diesem Zusammenhang zahlreiche Fragen, deren Beantwortung Gegenstand kontroverser Diskussionen ist. Das betrifft nicht nur die ›klassische‹ Sterbehilfe. Die postmortale Organspende und das in diesem Zusammenhang wichtige Hirntodkriterium, die Frage nach der Akzeptabilität des Infantizids bei schwerstgeschä-digten Neugeborenen und der Umgang mit Patientenverfügungen gehören ebenso dazu. Das Seminar soll einen Überblick über die verschiedenen Facetten der Frage nach dem mo-ralisch angemessenen Handeln am Lebensende geben und zu einer eigenen Auseinander-setzung mit dem Thema ermutigen.

 

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