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Medizinstudium Münster medicampus: Aktueller Standpunkt

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Inhalt: Reliabilität

Was bedeutet eine mangelnde Reliabilität für eine(n) Studierende(n) konkret?

Als eines der wichtigsten Kriterien für die Qualität einer Prüfung muss deren Reliabilität als ein Maß für ihre Zuverlässigkeit angesehen werden. Gerade dieser Parameter korreliert jedoch in ausgewiesener Art und Weise mit der Anzahl der Prüfungsitems. Entsprechend der anerkannten Literatur zu diesem Thema sollte eine Hochschulprüfung einen Reliabilitätskoeffizienten (nach Cronbach „alpha“) von möglichst > 0.8 aufweisen.

Im Wintersemester 2010/11 konnten für eine nicht unerhebliche Anzahl an klinischen Fächern bei nur ca. 15 zur Disposition stehenden Prüfungsitems pro Disziplin nicht einmal ein Cronbach alpha von 0,5 (=inakzetabel) erreicht werden.

Was bedeutet dies nun für eine(n) Studierende(n)?

Nehmen wir einen Fachvertreter an, der für sein Fach einen definierten Lehrstoff als prüfungsrelevant ausgewiesen hat. Dieser soll durch den oberen grünen Balken dargestellt sein.

Dem gegenüber nehmen wir ebenfalls einen Studierenden an, der diesem Lehrstoff durch ein entsprechendes Lernpensum ein ebenfalls definiertes Wissen entgegenzusetzen hat.

Es liegt in der Natur der Dinge, dass dieses Wissen nur in sehr seltenen Fällen zu 100 % dem Lehrstoff entspricht. (=unterer grüner Balken mit vereinzelten „Lücken“)

 

Formuliert der Fachvertreter nun eine geringe Anzahl an Prüfungsfragen, so muss der Studierende sehr viel Glück haben, dass diese genau auf ein entsprechendes Wissen treffen.

In diesem links dargestellten Fall würde die Prüfung mit 5 richtigen Antworten zu 100 % bestanden worden sein.

Bei einer derartig geringen Anzahl an Prüfungsfragen ist die Wahrscheinlichkeit jedoch viel größer, dass auch einzelne dieser Fragen auf eine „Wissenslücke“ treffen (hier durch eine leichte „Linksverschiebung dargestellt).

Daraus folgt, dass der Studierende in der derselben Prüfungskonstellation bei demselben Vorwissen plötzlich nur noch 20 % Prüfungsleistung erreichen würde.

=> Die Prüfung ist unzuverlässig in der Vorhersage des tatsächlichen Wissens.

Bei einer höheren Fragenanzahl wäre diese Variabilität des Prüfungsergebnisses deutlich eingeschränkt. Egal ob die Prüfungsfragen mehr „links“ oder mehr „rechts“ angeordnet sind: Das Ergebnis bliebt vorhersehbar gleich.

Dies entspricht einer höheren Reliabilität

Aufgrund des oben Gesagten ergab sich eine grundsätzliche Notwendigkeit zur  Erhöhung der Prüfungsfragen im Rahmen der Semesterabschlussklausuren um die Reliabilität des gesamten Verfahrens zu erhöhen. Diese Erhöhung dient der Qualität der Gesamtprüfung und damit insbesondere den leistungsschwächeren Studierenden.

Als weitere Neuerung sollte darüber hinaus eine andere Methodik zur Festlegung der Prüfungsfragen implementiert werden. Näheres hierzu finden Sie hier....

 

 

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