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Medizinstudium Münster medicampus: Aktueller Standpunkt

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Inhalt: Fragentypen

Fragenformate in den Semesterabschlussklausuren

In den Semesterabschlussklausuren des klinischen Studienabschnitts werden Sie – neben den bekannten voneinander unabhängigen Mehrfachauswahlfragen (1 aus 5) – weitere neue Fragenformate vorfinden. Die eingesetzten Formate wollen wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen und erklären:

Mehrfachauswahlfragen:

Dieser Fragentyp – nicht nur im englischen Sprachraum auch als Multiple Choice (MC)-Fragen oder MCQ bezeichnet – macht zurzeit den Großteil der Prüfungsaufgaben in den Semesterabschlussklausuren aus. Aktuell kommen in den Prüfungen die zwei Aufgabentypen vor, die Sie schon aus den schriftlichen Prüfungen des ersten Abschnitts der ärztlichen Prüfung (M1) kennen:

(Sogenannter) Typ „A“ 1 aus 5:

Gesucht wird aus einer Auswahl von fünf Möglichkeiten genau die eine Antwortmöglichkeit, die die gestellte Frage am besten beantwortet.

(Sogenannter) Typ „Aneg“ 1 aus 5:

Gesucht wird aus einer Auswahl von fünf Möglichkeiten genau die eine Antwortmöglichkeit, die im Hinblick auf die gestellte Frage falsch bzw. am wenigsten zutreffend ist. Zu Ihrer Orientierung ist bei diesem Fragentyp innerhalb des Fragetextes in der Regel hervorgehoben, dass eine Falschantwort gesucht wird. („Welche Antwort ist falsch?“, „Welche Diagnose lässt sich aus den genannten Befunden nicht ableiten?“, „Welche Therapie ist in diesem Fall kontraindiziert?“ etc.) Da es bei der Menge der zu erstellenden Fragen nicht völlig auszuschließen ist, dass diese Hervorhebung in Einzelfällen fehlt, bitten wir Sie dennoch, jede Frage genau zu lesen und zu überprüfen, ob eine Falsch- oder eine Richtigantwort gesucht ist.

Bei beiden Fragetypen erhalten Sie einen Punkt, wenn Sie die eine gesuchte Antwort korrekt markieren. Markieren Sie keine Antwort, eine andere als die gesuchte Antwort oder mehr als eine Antwort, erhalten Sie 0 Punkte.

Katalogfragen:

Bei diesem Fragetyp erfolgt die Antwort nicht durch Auswahl aus einer Liste weniger vorgegebener Antwortalternativen, sondern durch Angabe einer passenden Möglichkeit aus einem im System hinterlegten Katalog. Das kann z. B. im Fall von Diagnosen die internationale Klassifikation von Krankheiten und Gesundheitsproblemen (ICD-10) sein, im Fall von Medikamenten eine Aufstellung aller in Deutschland erhältlichen Arzneistoffe wie die „Gelbe Liste“. Aus dieser Liste geben Sie eine zur Frage passende Diagnose, ein passendes Medikament o. ä. an. Keine Angst, dazu müssen Sie (natürlich) nicht den gesamten Katalog auswendig kennen, denn unser Prüfungssystem bietet Ihnen eine Suchfunktion, die Ihnen nach Eingabe weniger Buchstaben passende Elemente aus der Liste vorschlägt. Die Autorin bzw. der Autor der Frage hat festgelegt, welche Auswahlmöglichkeiten aus der Liste die Frage korrekt beantworten. Wählen Sie ebenfalls eine dieser Möglichkeiten, haben Sie die Frage korrekt beantwortet und erhalten einen Punkt. Wählen Sie keine oder eine andere (unzutreffende) Möglichkeit, erhalten Sie 0 Punkte.

Beispielsweise wären korrekte Antworten bei der Frage nach einer Verdachtsdiagnose für einen 55-jährigen adipösen Patienten mit plötzlich einsetzendem heftigen Oberbauchschmerz mit Übelkeit „I21.1: Akuter Infarkt der Hinterwand“, „K85.90: Akute Pankreatits“ oder „K25.1: Akute Perforation eines Magenulkus“, nicht jedoch „O00.1: rupturierte Tubargravidität“ oder „B35.3: Tinea pedis“.

Hintergrund dieses Fragentyps ist, dass wir überprüfen möchten, ob Sie das von Ihnen erworbene Wissen erfolgreich anwenden können, um selbstständig (ohne Vorgabe weniger Alternativen) diagnostische und therapeutische Entscheidungen zu treffen, wie Sie das in Ihrer baldigen ärztlichen Tätigkeit täglich leisten müssen.

Fallfragen:

Bei diesem Fragentyp beziehen sich mehrere, in der Regel aufeinander aufbauende Fragen auf einen gemeinsamen Patientenfall. Die dem Fall zugeordneten Fragen können dabei vom bekannten Mehrfachauswahltyp oder dem oben beschriebenen Katalogtyp sein. Ziel dieser Fragen ist es, die mehrschrittige ärztliche Entscheidungsfindung (z. B. Welche Verdachtsdiagnose habe ich? Welche diagnostische Methode verwende ich initial, um zu überprüfen, ob mein Verdacht zutrifft? Wie interpretiere ich die Ergebnisse der von mir initiierten Diagnostik? Welche therapeutischen Konsequenzen ziehe ich aus der Diagnose, die ich gefunden habe? Wie kontrolliere ich den Therapieerfolg? Etc.) in der Prüfung abzubilden.

Wichtig: Um sicherzustellen, dass Sie in der geschützten Prüfungssituation (In der Realität wäre das möglicherweise kritischer!) nicht durch eine nicht ganz korrekte Antwort zu einer Frage sämtliche Punkte des gesamten Falls verlieren, werden Sie vor jeder folgenden Frage auf den richtigen Stand gebracht, um diese Frage wieder korrekt beantworten zu können. (Z. B.: Nachdem Sie den Verdacht eines akuten Hirninfarkts geäußert haben, wollen Sie diesen Verdacht diagnostisch abklären. […]). Diese Tatsache hat jedoch zur logischen Folge, dass Sie innerhalb einer Fallvignette eine einmal gegebene und dann bestätigte Antwort nachträglich nicht mehr ändern können. Bitte bedenken Sie dieses, bevor Sie sich für eine Antwort entscheiden.

 

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